Neuer Start, alte Bekannte
Von Finkus dem 13. neuer Sportchef
Die Jugendmannschaft der Lindenthal Aristocrats ist in der vergangene Saison untergegangen. Jetzt soll das Hauptteam unter neuer Führung das Image aufbessern. Drei Faktoren werden entscheidend.
Es waren denkwürdige Szenen in der Saison 2025/ 2026. Die jungen Hüpfer aus Lindenthal waren mit großen Ambitionen gestartet. Mit Primus (damals 70 Jahre) als Toptransfer in den Sommer hatte man die Chance ein echtes Zeichen zu setzen. Doch die Saison kippte bereits im ersten Spiel. Im Spiel gegen die Bloddy Rams brach sich Primus bei einem Dodge-Versuch das Genick. Auch die folgenden Spiele ergaben keine Wende. Im Winter entschied sich der Vorstand dazu die Jugendsparte zu verkaufen.
Doch in der Köln Nord Blood Bowl Liga (KNBBL) konnten die erste Mannschaft eine fast makellose Saison spielen. Nur die Rotznasen der „Nippes Nosepickers“, geführt von Coach Edgar, konnten das Team im Endspiel schlagen. „Wir versuchen natürlich das Tempo in die Sternengasse mitzunehmen“, sagt Beier in der Pressekonferenz.
Jetzt soll der Wechsel in die KBBL neuen Schwung in den Verein bringen. Coach Beier hatte vor dem Wechsel weitgehende Rechte eingefordert und nennt drei Gründe für den Erfolg in der neuen Saison.
1. Der richtige Kader.
„Im letzten Jahr muss einiges an Kraut geraucht worden sein“, ruft Beier. Die Vereinsführung hatte sich dafür entschieden mit nur einem Tänzer, zwei Läufern und einer Werferin zu starten. Ziel war es, das Passspiel in den Fokus zu rücken und schnelle Durchbrüche zu erzielen, das gelang nicht. Außerdem gab es keine Sanitäter am Spielfeldrand, was sich im Spiel gegen die Rams als Sargnagel erwies.
Beier setzt auf eine 2,9 Aufstellung. Zwei Wardancer und 9 Lineman. „Wir müssen uns erstmal stabilisieren, Schnickschnack kann auch noch später kommen“, so Beier. Dass der junge Trainer aber auch anders kann, hat er in der KNBBL bewiesen, wo er sogar einen Baum an die Line stellte.
2. Das Umfeld
Mit Beier gibt es zum ersten Mal einen menschlichen Trainer bei den Aristocrats. Von den Spitzohren kleinmachen lässt er sich aber nicht. Laut ihm ist vergangenen Jahr einiges falsch gelaufen. „Wir hatten da einige, die das nur für ein Uni-Zertifikat gemacht haben“, sagt Beier. Auch die Crowd, ein sicherer Killer bei anderen Teams, enttäuschte. Wo bei anderen Fans blutige Ultra-Organisationen im Block stehen, waren es in Lindenthal gelangweilte Eltern, die eher auf ihre Frisuren, als auf das Spiel fokussiert waren.
„Wir haben hier natürlich einige Egos im Verein, aber da muss man halt Leistung zeigen“, beruhigt Beier. Mit Siegen in den ersten Spielen könne man das Umfeld aber anzünden. Um erstmal für ein wenig Ruhe zu sorgen, habe man sich die Fans des „Rodenkirchener Schrebergarten e.V.“ gepachtet. Ob die Gnome denn wirklich für den Verein brennen würden, kommentierte Beier nicht.
3. Angekommen in der Liga
Außerdem verstehe man jetzt die Liga und die, teils stichelnde, Stimmung im neutralen Block. Von den kommenden fünf Gegnern kenne man zumindest drei Coaches. Mit zweien verbindet der Verein besondere Momente. Gleich im ersten Spiel trifft der Verein auf Kenan (Eintracht Eigelstein) , auch Coach aus dem Kölner Norden. "Wir sind gewappnet für die neue Liga", sagt Kenan. Die Ligabilanz zwischen Aristocrats und Kenan ist, stand jetzt ein Unentschieden. Beide Coaches können sich einen Fehlstart eigentlich nicht leisten. „Den Amazonen muss man halt früh auf den Deckel geben, sonst können die nen starken Run starten“, erklärt Beier.
Mit dem letzten Gegner der Hinrunde hat das Elfenteam auch noch eine Rechnung offen. Ryan (Death Star Maulers) hatte in der Saison 25/26 sein Debüt gegeben und war an dem Tod von Primus beteiligt. „Wir befinden uns in Verhandlungen mit der Sternengasse, um ein Sicherheitskonzept auf die Beine zu stellen“, steht es in einer Pressemitteilung des Vereins. „Mein Team ist heiß“, so Beier.
Der Verein weist außerdem daraufhin, dass er der einzig wahre Vertreter der Elfen in Lindenthal sei. Astoria Lindenthal habe sich vorher nicht gemeldet.
Anpfiff in die Saison ist vermutlich der 15. Juli. Vereinsziel ist es den letzten Platz zu vermeiden. Das Spiel gibt es natürlich im Ticker per Taube oder in der nächsten Ausgabe.
Lindenthaler Kurier Saison 2026/2027
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Finki/Lars
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